Mail-Traps sind von industriellen Systemen automatisch generierte Status- und Informationsmeldungen, welche von einem entsprechenden Empfänger abgeholt und ausgewertet werden können. Der Unterschied zu einer E-Mail ist, dass Sie weder einen Text eingeben noch einen abweichenden Empfänger definieren können.
Die in der Email Trap enthaltenen Informationen sind typischerweise nur für das UNMS II-System nützlich. Der E-Mail-Inhalt umfasst: MAC-Adresse, USV-Modell, USV-Standort, IP-Adresse, IPv6-Adresse, aktuelles Ereignis sowie eine .json- und eine .xml-Datei im Anhang.
Ein gültiges E-Mail-Konto muss hinterlegt sein, um Mail-Traps zu senden.
Für Details lesen Sie bitte den Artikel Konfiguration einer USV im Help Center oder das entsprechende Kapitel „USV konfigurieren“ im CS141-Handbuch
Sofern Sie dasselbe Konto nutzen möchten, das Sie bereits unter "E-Mail" eingerichtet haben, können Sie die Daten einfach über "Copy from E-Mail" übernehmen.
"Copy from E-Mail" dupliziert Ihre E-Mail-Kontodaten für Mail-Trap-Dienste. Die einzige manuelle Aufgabe besteht darin, die Passwörter zu bestätigen. Falls ein alternatives E-Mail-Konto verwendet wird, geben Sie die entsprechenden Zugangsdaten an.
Tutorial: Email-Traps
Trap-Nachrichten sind eine sehr beliebte Möglichkeit, automatisch Informationen aus einem Netzwerk zu erhalten. Das Konzept sieht vor, dass ein Gerät seinen Status in Form eines standardisierten Datenpakets sendet, sobald sich sein aktueller Status ändert. Unter anderem hängen die übertragenen Daten stark vom Gerät und seiner Funktion ab.
Das Hauptmerkmal einer Trap-Nachricht:
Die Art der Übertragung ist unidirektional - das Paket wird gesendet und es gibt keine Empfangsbestätigung. Wenn das Gerät das Paket senden kann, ist die Aufgabe abgeschlossen. Da Nachrichten nur gesendet werden, wenn sich der Status ändert, geht das Zielprogramm davon aus, dass der zuletzt empfangene Status gültig bleibt.
Insbesondere in schwächeren Netzwerken oder in Netzwerken, in denen viele Nachrichten dieser Art gesendet werden, ist dies ein Vorteil, insbesondere wenn eine große Anzahl von Geräten überwacht werden muss oder das Netzwerk schlecht ausgebaut ist.
Sowohl die erforderliche Rechenleistung als auch die Menge der Statusdaten innerhalb eines Netzwerks können minimiert werden:
Der CS141 ist in der Lage, Trap-Nachrichten an eine Überwachungssoftware wie das UNMS II zu senden, um einen Statuswechsel einer USV anzuzeigen.
Es kann jedoch ein Problem auftreten:
Wenn das Netzwerk wächst, können einige Segmente aus technischen Gründen möglicherweise keine permanente Netzwerkverbindung bereitstellen - zumindest nicht, bis kostspielige größere Netzwerkinstallationsarbeiten abgeschlossen sind.
Rechtfertigt das Argument einer besseren Konnektivität die Kosten einer Netzwerkinstallation oder gibt es eine bessere Lösung?
Mit Email-Traps bietet der CS141 eine interessante Möglichkeit, dieser Situation zu begegnen:
Dabei übergibt der CS141 eine E-Mail mit der Statusänderung an einen Mailserver und dieser übernimmt die Übermittlung an das Ziel, sobald eine Verbindung vorhanden ist. Ein Zeitstempel sichert hierbei ab, dass nicht versehentlich ein veraltetes Datenpacket verwendet wird. Die UNMS II auf der Zielseite überprüft zyklisch, ob neue, Mails eingetroffen sind, holt diese regulär ab und löscht sie von „ihrem“ Mailserver.
Hinweis:
Der Vorteil besteht darin, dass lokale Verbindungsoptionen genutzt werden können, um die grundlegende Kommunikation zwischen einem Gerät und einem Überwachungssystem sicherzustellen. Der Fokus liegt auf der Sicherstellung der Kommunikation - die Kommunikationsgeschwindigkeit hängt von der verfügbaren lokalen Infrastruktur ab:
Das UNMS II zeigt eingehende Informationen direkt bei Ankunft an, kann jedoch nicht bestimmen, wann eine gültige E-Mail von einem entfernten System eintrifft.
Wie viele E-Mail-Adressen sind mit Mailtraps möglich?
Es gibt 2 verschiedene Betrachtungsweisen -
Der E-Mail-Distributor / Anbieter
Das UNMS verbindet sich mit einem Postfach, lädt die für es bestimmten E-Mails herunter und löscht sie vom Server. Ein UNMS-Schlüssel ermöglicht zwei Installationen innerhalb eines Netzwerks:
Einmal ein blindes oder Dummy-System für die Konfigurationsarbeiten und ein "Produktionssystem“. Diese Option ermöglicht es, die Konfigurationen umfassend zu testen, bevor sie über Backup-/Wiederherstellungsfunktionen im Produktionssystem verwendet werden. Wenn nun beide UNMS-Pakete auf dasselbe E-Mail-Postfach zugreifen, entscheiden die allgemeine Betriebszeit und die Ankunftszeit der eingehenden E-Mails, welches der beiden UNMS-Installationen die E-Mail abruft und sie vom E-Mail-Server löscht.
Infolgedessen scheinen E-Mails aus der Sicht des produktiven Systems "zu verschwinden". Abhilfe schafft hier eine Verteilerliste:
Der Mail-Server empfängt die E-Mail an unms@beispieladresse.net und verteilt sie dann an zwei verschiedene E-Mail-Adressen:
UNMS 1 "Dummy" ruft seine E-Mails ausschließlich von unms1@beispieladresse.net ab
UNMS 2 "Produktion" ruft seine E-Mails ausschließlich von unms2@beispieladresse.net ab
Verschiedene E-Mail-Empfänger
Dieses Szenario ist interessant, wenn Serviceverträge bestehen und es notwendig ist, USV-Daten parallel zur Bedienung von Wartungsverträgen zu empfangen:
Um diese Funktion zu nutzen, konfigurieren Sie einfach bei E-Mail an: mail1@receiver1.com,mail2@receiver2.com,....
Auf diese Weise können der Dienstleister und der Kunde auf dieselbe Datensituation verweisen und entsprechende Wartungsfenster gemeinsam planen.
Welche der beiden Möglichkeiten in diesem Fall verwendet werden sollte, hängt vom Betriebsszenario der UNMS / CS141-Kombinationen ab.
v.: 2025-07-23 FW 2.16-2.26
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