Für diesen Konfigurationsschritt navigieren Sie zu folgendem Menü:
Da Modbus auf Standards setzt, ist die grundsätzliche Konfiguration relativ einfach. Öffnen Sie hierzu unter Dienste den Reiter Modbus, um das Menü für die entsprechenden Einstellungen zu öffnen:
TCP-Port 502
Der TCP-Port 502 ist eine statische Port-Einstellung innerhalb des Modbus-Standards, die nicht geändert oder angepasst werden kann, ohne die Standards zu verlassen - Dieser Portwert ist im Quellcode von CS141 fest codiert.
Slave Address
Die Modbus-Slave-Adresse ist die ID, die ein Modbus-Gerät adressierbar macht. Die vom Master angegebene Slave-ID führt dazu, dass dieses Gerät antwortet. Diese ID kann angepasst werden, darf jedoch nur einmal innerhalb eines Modbus-Netzwerks existieren.
Hinweis:
Wenn Sie eine Modbus Slave Address doppelt vergeben, führt dies nicht zu einem sogenannten Netzwerkkurzschluss – in dem Fall würden beide angesprochenen Geräte antworten, wodurch der Modbus-Master entsprechend irreführende Daten anzeigen wird.
Überprüfen Sie in diesem Fall die Eindeutigkeit der Slave Address und vergeben Sie ggfs. eine entsprechend freie Adresse.
Baud Rate
Die Baudrate bestimmt die Datenübertragungsgeschwindigkeit, d.h. wie schnell Modbus-Anfragen empfangen und verarbeitet werden können. Es ist wichtig, dass die Master- und Slave-Geräte mit der gleichen Baudrate konfiguriert sind, da nicht übereinstimmende Einstellungen eine erfolgreiche Kommunikation verhindern.
Parity
Bei der Übermittlung von Daten in Form eines Bitstroms bildet das Paritätsbits eine Sicherheitsinstanz, mit der eine Fehlererkennung durchgeführt werden kann. Der Wert des Paritätsbits wird hierbei von dem Sender berechnet und dem Empfänger entsprechend mitgeteilt. Dieser kann dann mit demselben mathematischen Algorithmus überprüfen, ob die Daten beschädigt sind.
Die Berechnung der Parität kann für dabei auf gerade oder ungerade ausgelegt werden.
Sender und Empfänger müssen sich daher vorher einigen, ob sie eine gerade oder ungerade Paritätsberechnung durchführen.
Beispiel: Geräteparität
Bei Einigung auf die Berechnung einer geraden Parität wird die Anzahl aller 1-Bits in den abzusichernden Daten gezählt. Die Aufgabe des Paritätsbits ist es, bei Bedarf das Ergebnis auf eine ungerade Zahl zu erweitern.
Wenn die Anzahl der der zu überprüfenden Bits demnach gerade ist, muss das Paritätsbit als 0 übertragen werden, da ansonsten der Gesamtwert nicht stimmt.
Die CS141 bietet drei Optionen:
n Keine Paritätskontrolle
o Ungerade Paritätskontrolle
e Gerade Paritätskontrolle
Standardmäßig wird die CS141 mit dem Wert n für keine Paritätsprüfung ausgeliefert.
Stop-Bit
Ein Stop-Bit definiert das Ende eines Datenworts innerhalb eines Datenstroms und wird bei der asynchronen Datenübertragung verwendet:
In der Regel wird ein entsprechendes Start-Bit gesendet, bevor die Übertragung eines Datenworts beginnt. Start-/Stop-Bits ermöglichen es einem empfangenden Gerät, den Beginn sowie das Ende eines Datenworts innerhalb eines Datenstroms zu erkennen. Prinzipiell ist es auch ein Hochsignal, aber das Signal Niveau unterscheidet sich vom nachfolgenden Datenwort.
Am Ende werden je nach Konfiguration ein oder zwei Stop-Bits gesetzt, um das explizite Ende dieses Datenworts zu bestimmen. Folglich kann zwischen Stop-Bits und dem nächsten Start-Bit kein gültiges Datenwort vorhanden sein:
Das empfangende Gerät wird diese Daten als verwertbar erkennen und sie entsprechend ignorieren.
Wenn Probleme bei der Datenübertragung einen Synchronisationsverlust verursachen, wird das Gerät nach vordefinierten Bitfolgen für die Re-Synchronisation suchen.
Die Stop-Bit-Funktion definiert, ob die CS141 ein oder zwei entsprechende Stop-Bits senden soll
Hinweis:
Wenn mehr als ein Modbus-Gerät auf derselben ID ist, werden alle beginnen, Daten zu senden, um die Anfrage des Masters zu bedienen.
Unter anderem werden die Start- und Stop-Bits innerhalb des Netzwerks beginnen, miteinander zu kommunizieren, was Probleme bei der Zuordnung von gültigen und ungültigen Datenpaketen verursacht.
Übernehmen/Abbrechen
Mit dieser Funktion werden aktive Konfigurationen übernommen und der Systemdienst neu gestartet oder verworfen.
- Übernehmen: speichert die Eingaben und startet den Systemdienst in Echtzeit neu
- Abbrechen: verwirft die getätigten Eingaben, der Systemdienst wird nicht neu gestartet
Hinweis:
Die standardmäßigen USV-Modbus-Adressen finden Sie im Anhang des CS141-Handbuchs.
Die CS141 verwendet einen gültigen Modbus-Lesebereich von 0-65535. Einige Programme wie "Modbus Poll" verwenden denselben Bereich. Andere Modbus-Abfrage-Clients können 1 - 65536 verwenden - in diesem Fall müssen Sie dies korrigieren, indem Sie 1 zum ursprünglichen Wert hinzufügen.
v.: 2025-07-23 FW 2.16-2.26
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