Menü 1: VMware-Einstellungen
Menü 2: VMware-Abschaltverwaltung
Unabhängig von einem Standard-Herunterfahren über die VMware-Einstellungen bietet RCCMD die Möglichkeit, virtuelle Maschinen nicht nur in Abschaltgruppen zu organisieren, sondern auch im Voraus direkte Abhängigkeiten zwischen einzelnen virtuellen Maschinen herzustellen. RCCMD geht dabei wie folgt vor:
Sequenz 1: Benutzerdefinierte Abschaltgruppe
Die benutzerdefinierte Abschaltgruppe definiert eine erste Gruppe virtueller Maschinen für das initiale Herunterfahren. Virtuelle Maschinen können per Drag-and-Drop hinzugefügt oder in ihrer Position zueinander verändert werden. Eine platzierte virtuelle Maschine wird dauerhaft aus der Liste der ESXi-Hosts entfernt und ausschließlich unter der „Benutzerdefinierten Abschaltgruppe“ angezeigt.
Im Falle einer Abschaltung kontaktiert RCCMD ausschließlich alle unter „VMware-Einstellungen“ konfigurierten bekannten Server, um nach diesem Namen der virtuellen Maschine zu suchen.
Kann die virtuelle Maschine nicht gefunden werden, werden die konfigurierten Zeitfenster gewissenhaft eingehalten; der Zustand der virtuellen Maschine wird jedoch nicht mehr berücksichtigt.
Trigger, Dauer (s) und Verzögerung (s)
In der benutzerdefinierten Gruppe hinterlegte virtuelle Maschinen können individuell zueinander heruntergefahren werden. Da die Einstellungen nicht an die jeweiligen Zustände der virtuellen Maschine gebunden sind, führt RCCMD die Abschaltung in der angegebenen Reihenfolge wie konfiguriert aus – selbst wenn die virtuelle Maschine für den individuellen Abschaltvorgang weniger oder mehr Zeit benötigt.
Trigger: „after previous“* | Definiert, dass die individuelle Verzögerung (s) restriktiv erst nach Ablauf der Dauer (s) der vorherigen Maschine gestartet wird. |
Trigger: „with previous“* | Definiert, dass die individuelle Verzögerung (s) zeitgleich mit der Dauer (s) der vorangehenden Maschine startet. |
| Dauer (s) | Definiert, dass die individuelle Verzögerung (s) zur selben Zeit wie die Dauer (s) der vorherigen Maschine startet. |
| Verzögerung (s) | Definiert eine Zeitverzögerung, wann die Abschaltung an die jeweilige virtuelle Maschine gesendet wird. Die Zeitverzögerung wirkt relativ zum Trigger. |
| Status | Zeigt den aktuellen Betriebszustand der gefundenen virtuellen Maschine. Nur aktive virtuelle Maschinen werden heruntergefahren. Der Betriebszustand dient ausschließlich der Information und beeinflusst die Abschaltprozedur nicht. |
| Entfernen | Entfernt die virtuelle Maschine aus der Liste und fügt sie dem bekannten ESXi-Host wieder hinzu. Die virtuelle Maschine wird dann automatisch mithilfe der Abschaltsequenz 3: Standardgruppe heruntergefahren. |
*) Die Dauer (s) entspricht einem vom Administrator festgelegten Wert, der einer virtuellen Maschine gewährt wird, bevor RCCMD davon ausgeht, dass das Herunterfahren abgeschlossen ist und zum nächsten Schritt übergeht:
Wenn ein Administrator weiß, dass ein vorgelagerter Management-Server mit allen Routinen etwa 300 Sekunden für das Herunterfahren benötigt, die Netzwerkverbindungen jedoch innerhalb von 100 Sekunden schließt, muss ein nachgelagerter Backup- oder Datenbank-Server nicht zwingend die volle Dauer (s) von 300 Sekunden des Management-Servers abwarten. In diesem Fall kann der Administrator mit den Triggern festlegen, ob die individuelle Verzögerung (s) einer virtuellen Maschine gleichzeitig mit dem Herunterfahren der vorherigen Maschine startet oder ausdrücklich erst nach dessen Ablauf.
Sequenz 2: Allgemeine Abschaltgruppe
Diese statische Abschaltgruppe wird gestartet, sobald die Verzögerung (s) des letzten Eintrags der benutzerdefinierten Gruppe (Sequenz 1) abgelaufen ist. Alle in der allgemeinen Abschaltgruppe aufgeführten virtuellen Maschinennamen werden gleichzeitig ohne individuelle Abschaltzeiten heruntergefahren: Für alle virtuellen Maschinen gilt der Standardwert von 90 Sekunden, bevor die nächste Abschaltgruppe aufgerufen wird.
Sequenz 3: Standard-Abschaltgruppe – Keine Kategorie / Allgemeine Abschaltgruppe
Jeder unter „VMware-Einstellungen“ konfigurierte Host wird während der Abschaltprozedur in Echtzeit nach aktuell verfügbaren VMs abgefragt:
Eine gefundene virtuelle Maschine, die nicht durch eine statische Abschaltgruppe verwaltet wird, wird dynamisch erfasst und entsprechend heruntergefahren – einschließlich der virtuellen Maschinen, die nach der Konfiguration von RCCMD neu ausgerollt wurden oder zu einem späteren Zeitpunkt auf einen der unter VMware-Einstellungen definierten Hosts migriert wurden.
Diese Gruppe ist eine dynamische Systemgruppe und kann nicht konfiguriert werden.
Sequenz 4: Hostbasierte Abschaltgruppe
Dies ist die letzte Gruppe, die heruntergefahren wird. Hier sind die wesentlichen Infrastrukturdienste wie DHCP, DNS, RADIUS, Mail-Services, virtuelle Telefonanlagen sowie die Appliance hinterlegt. In diesem Fall erfolgt die Abschaltung nicht über die VMware-Abschaltverwaltung, sondern wird an die VMware-Einstellungen mit der Abschaltdauer für Hosts übergeben. Diese fahren die hier hinterlegten virtuellen Maschinen und anschließend die physischen Hosts herunter.
Schnellkonfiguration, erweitertes Abschaltszenario:
Schritt 1: Host-Definition
In diesem Konfigurationsschritt definieren Sie die ESXi-Hosts, die von RCCMD heruntergefahren werden sollen. Fügen Sie alle Hosts hinzu, bestätigen Sie die Zugangsdaten und prüfen Sie die Kommunikation.
Schritt 2: Einrichtung der Abhängigkeiten virtueller Maschinen
In diesem Konfigurationsschritt definieren Sie die Abhängigkeiten und ordnen Abschaltgruppen zu.
Öffnen Sie das Menü „VMware-Abschaltverwaltung“:
Alle unter VMware-Einstellungen angegebenen ESXi-Hosts – einschließlich der darauf befindlichen virtuellen Maschinen – werden zusammen mit ihrem jeweiligen Betriebsstatus angezeigt:
Diese virtuelle Maschine ist AUS – das System ist bei einem Herunterfahren des ESXi-Hosts abgesichert. | |
Diese virtuelle Maschine ist pausiert oder befindet sich derzeit im Ruhezustand. | |
Diese virtuelle Maschine ist EIN und daher bei einem Stromausfall gefährdet. | |
| Die virtuelle Maschine ist einer statischen Abschaltgruppe zugeordnet, RCCMD kann sie jedoch nicht finden (auf andere Hosts verschoben oder von Administratoren gelöscht). RCCMD nutzt die Zeit- und Trigger-Einstellungen, um zur nächsten virtuellen Maschine in der Liste zu springen. |
Gastsystem: Dieses Symbol kennzeichnet eine virtuelle Maschine mit benutzerdefiniertem Inhalt oder Funktion. | |
Eine virtuelle Maschine mit diesem Symbol ist das vCenter des entsprechenden Clusters. | |
Die RCCMD-Appliance: RCCMD kennt den eigenen Namen der virtuellen Maschine. Die RCCMD-Appliance ist grundsätzlich von jeder konfigurierbaren Abschaltprozedur ausgenommen. |
Hinweis: Ausnahme für vCenter und RCCMD-Appliance
Alle virtuellen Maschinen werden gleich behandelt – außer der virtuellen Maschine, auf der RCCMD läuft, sowie dem vCenter, das ebenfalls als virtuelle Maschine innerhalb eines ESXi-Clusters auftreten kann. Abhängig von der Konfiguration behandelt RCCMD beide virtuellen Maschinen gesondert, um ein strukturiertes Abschaltmanagement sicherzustellen.
v.: 2025-08-26
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