Dieser Artikel enthält die folgenden Abschnitte:
Benachrichtigungseinstellungen
Der Willkommensbildschirm
Nach der Installation melden Sie sich über das Webinterface an und beginnen Sie mit der Konfiguration von RCCMD. Der Benutzername ist systemseitig vordefiniert und kann nicht geändert werden:
- Alle konfigurierten Aktionen sind administrative Eingriffe in ein laufendes Betriebssystem.
Verfügbare Passwortoptionen
-
Wenn Sie während der Installation kein Passwort vergeben haben:
Verwenden Sie in diesem Fall das Standardpasswort RCCMD.
-
Wenn Sie während der Installation ein eigenes Passwort vergeben haben:
Verwenden Sie das von Ihnen vergebene Passwort.
Hinweis:
Beim ersten Start ist der Systemstatus standardmäßig „nicht aktiv“.
In diesem Zustand empfängt oder verarbeitet RCCMD keine gültigen Signale. Dies ist beabsichtigt, da im anfänglichen Standard-Startzustand jedes gültige RCCMD-Abschaltsignal sofort ausgeführt werden würde.
Systemstatus prüfen
Nach der Anmeldung werden Sie auf die Seite mit dem aktuellen Systemstatus weitergeleitet. Von hier aus kann RCCMD grundsätzlich ein- oder ausgeschaltet werden:
Start
Startet den RCCMD-Dienst. Die Konfigurationsänderungen werden aktiviert. Sobald RCCMD aktiv ist, werden eingehende RCCMD-Signale protokolliert und ausgeführt.
Stop
Diese Funktion stoppt den RCCMD-Dienst. Eingehende Signale werden nicht überwacht, und RCCMD wird keine Signale protokollieren oder auslösen.
Neustart
Der Neustart stoppt den RCCMD-Dienst und startet ihn anschließend erneut. Diese Funktion kombiniert die beiden anderen und kann verwendet werden, um eine Konfiguration „im laufenden Betrieb“ zu initialisieren.
Hinweis:
Warum benötige ich einen RCCMD-„Neustart“?
In einigen Fällen muss RCCMD Konfigurationsdateien einlesen und sie während der Initialisierung in die aktive Konfiguration übernehmen. Dies kann jedoch nur während eines Neustarts erfolgen – der gesamte Server muss dafür nicht neu gestartet werden; es reicht, wenn RCCMD kurz beendet und neu gestartet wird. Wenn dies beim Ändern von Konfigurationen erforderlich ist, informiert RCCMD Sie automatisch über ein Pop-up-Fenster.
Logdateien
Sobald RCCMD aktiv ist, werden alle eingehenden Verbindungen und Aktionen protokolliert.
Die Logdatei enthält alle systemrelevanten Informationen, darunter:
- Datum und Zeitstempel
- Absenderadresse
- Angeforderte Aktion oder Funktion
- Ausführungsstatus
Mit diesen Dateien können Sie den Weg eines RCCMD-Signals nachvollziehen und analysieren.
Verbindungen
In größeren Installationen kann es vorkommen, dass bestimmte Sender nicht berechtigt sind, einen bestimmten RCCMD-verwalteten Server herunterzufahren. Ein typisches Beispiel wäre eine SQL-Datenbank, die erst beendet werden darf, wenn alle Verbindungen ordnungsgemäß geschlossen wurden, oder spezielle Backup-Server bzw. Domänencontroller, die zuletzt herunter- und zuerst hochgefahren werden müssen. Ebenso gibt es Szenarien, in denen ein RCCMD-Client Signale nur von bestimmten Quellen akzeptieren darf und alle anderen ablehnen muss.
Hinweis:
Diese Einstellung ist in der RCCMD-Konfiguration erforderlich, wenn Sie Redundanzverhalten freischalten und definieren möchten: Sobald zwei oder mehr USV-Systeme vorhanden sind, müssen die entsprechenden Sender in diesem Menü definiert werden.
RCCMD UDP-Broadcast-Unterstützung
Sobald ein CS141 Informationen über einen Job im Netzwerk sendet, ohne dass eine IP-Adresse verwendet wird, erfolgt die Übertragung unidirektional über UDP. Diese Jobs erkennt man daran, dass im CS141-Jobdialog unter „Parameter“ keine IP-Adresse definiert ist oder die Option „Broadcast“ aktiviert ist.
Ein RCCMD-Client ignoriert jedoch Broadcast-Nachrichten, bis diese Funktion explizit aktiviert wird. Beachten Sie, dass UDP-Datenpakete im Gegensatz zu TCP-Übertragungen keine Handshakes enthalten – wenn Broadcasts nicht verwendet werden, sollte diese Funktion deaktiviert werden, um das Risiko von IP-Spoofing zu reduzieren.
RCCMD-Meldungsfenster
In manchen Fällen ist es erforderlich, RCCMD kurz als Dienst neu zu starten. Dies kann im Menü „Systemstatus“ innerhalb der Konfiguration erfolgen.
Wenn dieser Schritt notwendig ist, informiert RCCMD Sie direkt beim Speichern der Daten:
Nicht mehr anzeigen
Dieses Fenster wird nicht mehr angezeigt, bis Sie den Webbrowser geschlossen und erneut geöffnet haben. Sie können also alle Konfigurationen durchführen und anschließend RCCMD neu starten.
OK
Der kritische RCCMD-Dienst wartet in der Regel auf Ihre Bestätigung. Diese Schaltfläche ist die allgemeine Lesebestätigung. Sie erscheint erneut, wenn systemkritische Änderungen gespeichert werden. RCCMD startet sich nur in Ausnahmefällen automatisch neu, wenn es für einen Konfigurationsschritt unbedingt erforderlich ist.
Heartbeats
Unter Umständen kann die Verbindung zwischen RCCMD und CS141 abbrechen. Dies geschieht beispielsweise, wenn ein Switch während eines Stromausfalls nicht funktioniert. In diesem Fall würde der CS141 ein gültiges Abschaltsignal senden, das Ziel aber nie erreichen.
Ein weiteres Szenario wäre ein defekter Switch oder Router:
Da RCCMD ein reines Empfangsprogramm ist, das auf eingehende Signale reagiert, kann es nicht wissen, ob die Verbindung grundsätzlich funktioniert. Mit Heartbeats kann RCCMD jedoch aktiv mit jeder unter „Verbindungen“ konfigurierten IP-Adresse kommunizieren:
UPSMAN-Traps
In diesem Fall sendet ein RCCMD-Server eine unaufgeforderte Trap-Nachricht an den RCCMD-Client. Der Empfang dieser Nachricht wird entsprechend protokolliert.
Per Abfrage
Der RCCMD-Client fragt den RCCMD-Server zyklisch ab und protokolliert die Erreichbarkeit der Gegenstelle. Wenn diese Verbindung nicht möglich ist, kann der Vorgang beliebig oft wiederholt werden.
Wenn der Alive-Check fehlschlägt, verwendet RCCMD folgende Einstellung
Dieses Skript ist eine Standarddatei, die frei bearbeitet werden kann. RCCMD gibt keine Vorgaben, was mit diesem Skript erreicht werden soll – Sie können es nach Bedarf anpassen.
Hinweis: Heartbeats und Redundanz
Redundanz und Heartbeats sind direkt voneinander abhängig: RCCMD muss wissen, welche Geräte überprüft werden sollen. Die Liste der zu überprüfenden Geräte wird aus der unter „Verbindungen“ hinterlegten Liste entnommen. Die Heartbeat-Einstellungen veranlassen RCCMD, bei einem Stromausfall oder einem eingehenden Abschaltsignal eine aktive Alive-Prüfung durchzuführen.
Benachrichtigungseinstellungen
Diese Batchdateien steuern die interne Konfiguration Ihrer RCCMD-Installation und legen fest, welche ausführbaren Jobs und zusätzlichen benutzerdefinierten Skripte gestartet werden. Über den integrierten Editor können sie erweitert werden, um zusätzliche Funktionen oder komplexe Skriptfolgen zu steuern.
Bitte beachten: Diese Dateien sind sehr sensibel!
- Das Ändern der vordefinierten Batchdateien erfolgt auf eigenes Risiko. Durch Änderungen oder Erweiterungen dieser Dateien verändern Sie das grundlegende Verhalten des RCCMD-Clients.
- Erstellen Sie vor jeder Änderung eine Sicherungskopie der Originaldatei!
- Bennen Sie die Dateien nicht um – RCCMD kann sie sonst nicht finden.
RCCMD verwendet an dieser Stelle unterschiedliche Gruppen von Befehlen. Abhängig davon, welchen Befehl Sie von einem gültigen RCCMD-Sender an diesen Client senden, wird eines dieser drei Skripte zuerst gestartet.
Nachrichtenbenachrichtigung
Dieses Skript steuert das RCCMD-Alarmfenster, das die Benachrichtigungen auf dem Bildschirm anzeigt. Sobald Sie Nachrichten vom CS141 empfangen, wird diese Datei aufgerufen.
Ausführungsbenachrichtigung
Dieses Skript nimmt RCCMD-Befehle entgegen, die Programme oder Skripte starten sollen.
Hinweis Dies sind die initialen Skripte innerhalb von RCCMD! Sobald Sie einen „Custom Command“ senden, z. B. um die Batchdatei HalloWorld.bat zu starten, sorgt die „Ausführungsbenachrichtigung“ dafür, dass die entsprechende Datei ausgeführt wird – alles, was vom Benutzer hinzugefügt wurde, wird beim Aufruf ausgeführt und kann nicht auf bestimmte „Jobs“ beschränkt werden.
Benutzereinstellungen:
Im Gegensatz zum CS141 enthält RCCMD nur einen vordefinierten und fest codierten Benutzer. Das Passwort kann jederzeit angepasst werden, um den Passwortrichtlinien des Unternehmens zu entsprechen:
| Aktuelles Administrator-Passwort: | Das Passwort, das Sie für die Anmeldung verwenden. |
| Neues Administrator-Passwort: | Ändern Sie das Passwort. |
| Neues Passwort bestätigen: | Um sicherzustellen, dass Ihr neues Passwort keinen Tippfehler enthält, müssen Sie es erneut eingeben. |
Hilfe
Der Hilfebereich bietet Ihnen zwei Unterpunkte, die Ihnen weiterführende Informationen liefern:
Dokumentation und Bedienungsanleitung
Anleitung
Die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Ihrer RCCMD-Version aktuelle Bedienungsanleitung ist lokal auf Ihrem RCCMD-Client gespeichert. Dies ermöglicht den direkten Zugriff auf das Handbuch, falls sich Ihre Installation in einem besonders geschützten Bereich befindet, in dem keine Internetverbindung verfügbar ist.
Online-Dokumentation
Dieser Weblink führt zum Generex-Download-Portal, dem Hersteller dieser Software. Hier finden Sie die aktuell verfügbare Systemdokumentation sowie zahlreiche zusätzliche Ressourcen.
Info-Box
Jede RCCMD-Lizenz enthält eine zweijährige Updateberechtigung. Nach diesem Zeitraum verlieren die Lizenzen nicht ihre allgemeine Gültigkeit; bei der Verwendung einer neueren Softwareversion von RCCMD werden Sie jedoch feststellen, dass sich der Lizenzschlüssel nicht mehr eintragen lässt.
Über die Info-Box können Sie leicht überprüfen, ob Ihre Lizenz noch updateberechtigt ist:
Die Zahlen gliedern sich wie folgt auf:
1.19 – Die Programmversion
.12 – Die OEM-Version, mit der Sie diese RCCMD-Lizenz erworben haben
190604 – Rückwärts gelesen das Build-Datum: 04. Juni 2019
Laut diesem Screenshot weist die angezeigte Version folgende Daten auf:
Es handelt sich um die Programmversion 4.19 von OEM 12 – GENEREX mit dem Build-Datum 04. Juni 2019 und sie ist updateberechtigt bis zum 04. Juni 2021.
v.: 2025-08-26
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